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ocram1971

Routinier

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1

14.06.2006, 07:21

Daten sicher löschen




Daten sicher löschen



Auf Euren Festplatten finden sich massenweise Informationen. Denn zur sicheren Vernichtung von Daten reicht einfaches Löschen nicht aus. Die Boardmittel von XP & Co kannst Du getrost vergessen und viele niedliche Löschtools halten nicht was sie versprechen.

Wie sicher sich der Linuxer unter FAT32 fühlt, bitte ich mir zu posten. Ich würde das dann gern einarbeiten.

Auf Grund der Vielzahl der Threads hier im Forum habe ich für Euch eine kleine Zusammenfassung mit Links zu Programmen zusammengestellt. Sicher nicht vollständig aber ich hoffe es beantwortet die meisten Fragen. Anregungen Lob und Kritik bitte munter posten.

Der Übersichtlichkeit halber, habe ich dieses Thema in

Einleitung/Wissenswertes

Diagnosetools

Tools zur Datenrettung

Tools zur Datenlöschung

unterteilt.

Viel Spaß beim Lesen und ausprobieren. Aber vergiss nie vor dem Vernichten der Daten eine Kopie anzufertigen und abzulegen ;)

In diesem Sinne

Euer

:winkeocram1971 :winke


powered by der Notnagel.
weitere Quellen:, N-TV, Stern-TV, Wikipedia, Chip.de, Tecchannel, Handbücher der Programme

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ocram1971« (14.06.2006, 07:43)


ocram1971

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2

14.06.2006, 07:24

Einleitung/Wissenswertes

Einleitung/Wissenswertes:

Wie sicherlich mittlerweile jeder User weiß, ist es mit dem Löschen von Daten mit der Löschfunktion des Betriebssystems und/oder dem Entleeren des Papierkorbes nicht getan.

Es ist wie im Leben, leere ich meinen Papierkorb, fülle ich doch nur die Tonne vor dem Haus. Die wird dann irgendwann abgeholt und das Papier kommt in irgendeine Fabrik zum Recycling. Dort liegt jedoch alles noch eine Zeit auf dem Hof herum, wo rein theoretisch meine Hauspost ausgelesen und weiterverbreitet werden kann, schließlich ist der Müll des Menschen in gewisser Hinsicht der Spiegel seiner Seele. In der Archeologie sind Leute darauf spezialisiert, den Müll der Urvölker zu analysieren um spezielle Rückschlüsse zu ziehen ;).

Im Wesentlichen ist es genauso mit dem Datenmüll den wir täglich produzieren. Sei es beim surfen, sei es die Korrespondenz mit dem Fiskus, Bewerbungsschreiben nebst Lebenslauf, egal ob Kundendaten, Liebesbriefe oder die private Konto- und Depotverwaltung. Der Rechenknecht wird so vielfältig eingesetzt, dass der damit zwangläufig angehäufte Datenmüll genauso vielfältig ist.

Und dabei spielt es keine Rolle ob man den Müll bewusst produziert. Allein das surfen auf Pages wie MSI-Forum, N-TV oder anderen ganz seriösen Seiten spült manch ekliches jpg-Bildchen ungewollt auf die HDD.

Wer seine Platte mal scannt, wird Erstaunliches erleben und sich nicht erinnern können, diese Bilder je bewusst hochgeladen zu haben. Trotzdem sind sie da und dann stelle man sich vor, die Platte im Rahmen einer Umtauschaktion wieder in den Verkehr zu bringen, samt der eigenen Adresse und dem eigen eingescannten Passbildbild. Nicht auszudenken was übereifrige Zeitgenossen damit anstellen könnten...

Die sichere Vernichtung von Daten ist also für alle die Menschen wichtig, die Daten Dritter speichern, Computer leasen, Laptops mit sich rumschleppen, Festplatten oder ganze Rechner aus Gewährleistungsgründen an den Hersteller zurückgeben, regelmäßig und viel surfen oder nicht ausschließen können, beklaut zu werden. Und natürlich auch für die User, die einfach nicht wollen, das man ihnen in die Karten oder besser: auf die HDD schaut.

Drum Merke: Das Betriebssystem löscht nicht die Daten selbst aus dem Dateisystem, sondern lediglich den Verweis auf die Datei. Mit Hilfe spezieller Recovery-Programme können diese vermeintlich gelöschten Daten gesucht und rekonstruiert werden.

Wo werden Daten gespeichert?

Bevor man sensible Daten restlos löschen kann, muss man zunächst wissen, wo sich diese Daten überhaupt befinden. Denn oft ist es nicht nur die Datei, die gelöscht werden muss, um alle Spuren zu beseitigen:

Beim Kopieren, Verschieben und Komprimieren von Dateien bleibt die ursprüngliche Version der Datei erhalten.

Admins unter Euch sollten wissen, dass z.B. Windows 2003 Server Schattenkopien anfertigt. Diese sollen den Benutzer vor dem versehentlichen Ändern oder Löschen von Dateien auf dem Server bewahren. Deshalb werden Änderungen an den Dateien in speziellen Speicherbereichen der Festplatte aufbewahrt, um so alte Versionen wiederherstellen zu können. Insofern ist hier ebenfalls das Löschen dieser Schattendateien notwendig, um die Daten vollständig zu vernichten.

Aber auch ohne die Schattenkopien erstellt Windows Kopien der Daten: Temporäre Dateien beinhalten Zwischenversionen der eigentlichen Datei, und in der Auslagerungsdatei werden Speicherbereiche, die nicht mehr in den Hauptspeicher passen, aufbewahrt, um später wieder in den Hauptspeicher geladen zu werden. Temporäre Dateien werden zwar in der Regel beim Beenden des zugehörigen Programms gelöscht, aber hier ist das Löschen erneut nur das Freigeben des Speicherplatzes auf der Festplatte, so dass sich diese Daten ebenfalls rekonstruieren lassen.

Daten verbergen sich auch an einigen Stellen, auf die man als Benutzer normalerweise keinen Zugriff hat. Eines dieser Probleme stellen die so genannten Cluster-Tips dar. Jede Festplatte wird beim Formatieren in Zuordnungseinheiten, sogenannte Cluster unterteilt. Sie sind die kleinste Einheit einer Festplatte, die vom Betriebssystem verwendet werden kann.

Bei den heutigen Größen von Festplatten im dreistelligen Gigabyte-Bereich sind Zuordnungseinheiten mit einer Größe von 64 KByte keine Seltenheit. Für das Betriebssystem bedeutet dies, dass selbst eine nur 1 KByte große Datei einen kompletten Speicherblock belegt. Der Rest von 63 KByte dieses Blocks bleibt dabei ungenutzt.

In den Cluster-Tips können sich noch Überbleibsel sensibler Daten verstecken.
Normalerweise ist das nicht problematisch, aber Speicherbereiche werden ja auch wieder freigegeben und mit anderen Daten überschrieben. Stellen wir uns vor, eine Datei hätte die Größe von 62 KByte und belegt damit einen Cluster fast komplett. Diese Datei wird nun gelöscht - die Daten bleiben erhalten, nur der Verzeichniseintrag verschwindet.

In diesen Block wird danach eine neue Datei geschrieben. Diese sei für unser Beispiel nur 10 KByte groß. Somit werden auch nur die ersten 10 KByte des Blocks überschrieben. Der Rest der alten Datei von immerhin 52 KByte bleibt physikalisch auf der Festplatte erhalten. Dieses Beispiel kann auch auf größere Dateien übertragen werden. Dort ist dann jeweils die Information im letzten Datenblock durch diese so genannten Cluster-Tips gefährdet.

Das besondere Problem hierbei: Diese Fragmente kann man ohne spezielle Hilfsmittel nicht mehr löschen, da der Block ja als zu einer existierenden Datei gehörig markiert ist. Mit einem simplen Diskeditor, der den Inhalt der physikalischen Sektoren anzeigt, kann jeder diese Informationen auslesen. Nur mit Hilfe spezieller Löschprogramme lassen sich diese Bereiche tatsächlich löschen.

Wie werden Daten gespeichert?

Das Speichern der Daten auf einer Festplatte erfolgt durch die Magnetisierung kleinster Eisenpartikel, die entsprechend ihrer Ausrichtung den Wert 0 oder 1 liefern. Diese Partikel sind auf der Oberfläche der Platten aufgetragen und werden in Spuren unterteilt, in denen der Kopf der Festplatte die Daten lesen und schreiben kann.
Die Daten werden aber nicht nur in der Hauptspur der Festplatte geschrieben, sondern beeinflussen auch die Magnetisierung der Ränder, die so genannten Nebenspuren. Allerdings ist das Magnetfeld beim Schreiben dort bereits so schwach, dass ein Überschreiben der Daten auf der Hauptspur die Informationen in der Nebenspur nur teilweise löscht.

Nicht nur in der eigentlichen Datenspur finden sich die Daten, sondern auch in Nebenspuren. Mit viel Aufwand ließen sich damit Originaldaten wiederherstellen.
Für den potenziellen Angreifer sind diese Informationen in den Nebenspuren geeignet, selbst überschriebene Daten wiederherzustellen. Früher wurden hierzu einfache Verfahren wie eine minimale Dejustierung der Festplattenköpfe verwendet. Heutzutage sind diese Nebenspuren auf Grund der höheren Speicherdichte schwieriger zu erreichen. Dafür ist ein erheblicher technischer Aufwand und detailliertes Wissen erforderlich.

Weitere "Verstecke" für Daten können Sektoren der Festplatte sein, die von der Elektronik in einer internen Liste als defekt markiert und ausgeblendet werden. Hier stehen dann unter Umständen noch sensitive Daten, die durch einfaches Löschen der Liste wieder hervorzuholen sind. Da der Anwender es nicht bemerkt, wenn seine Festplatte einen Sektor als defekt erkennt und ihn durch einen Reservesektor austauscht, hat er hier wenig Eingriffsmöglichkeiten.

Merke: Viele Festplattenausfälle verursacht ein simpler Defekt in der Elektronik. Die Magnetscheiben sind also noch völlig in Ordnung. Passiert dies in der Garantiezeit, wird die Platte eingeschickt. Hier sollten man beachten, dass man eventuell eine andere Platte zurückgeschickt bekommt und die defekte Festplatte mit einer neuen Elektronik wieder in den Handel gelangt - zwar formatiert, aber das lässt sich unter bestimmten Umständen und mit viel Aufwand rückgängig machen.

Daten sicher löschen

Hierzu habe ich einiges ausprobiert: Egal wie man löscht oder formatiert (ob mit XP oder Partitionsprogramm - es bleibt alles auf der Platte. Dann habe ich mich auf den Pages der HDD-Hersteller umgeschaut. Die bieten Tools zur Bearbeitung an, die sehr wirkungsvoll sind und meist von Kroll Ontrack stammen und nur leicht modifizierzt sind.

Empfehlen kann ich POWERMAX von Maxtor. Ein sehr gutes HDD-Prüfprogramm mit kurz-, ausführlichen und Stresstest. Dazu den MAXBLAST für die Low-Level-Formatierung. Auch mit dem POWERMAX und dem DISKWIZARD von Seagate kann man seine HDD schön mit Nullen überschreiben. Das nennt sich dann vollständige Formatierung, Low-Level oder Zerofill bzw. „Fabrikneu“. Danach finden die bekannten Tools und insbesondere Freeware keine Daten mehr auf der HDD. Sie scheint also leer.

Wer also für den Hausgebrauch nur sicher gehen will, dass seine Festplatte clean ist und diese auch nicht wieder in Verkehr bringen möchte, kann diese simplen wirkungsvollen Tools bedenkenlos nutzen. Die Low-Level-Methode auf BIOS-Ebene ist dafür völlig ausreichend.

Merke: Low-Level heißt nicht, Daten sind gelöscht. Die Daten sind weiterhin rekonstruierbar - wenn auch mit mehr Aufwand!

Was jetzt? Daten wirklich sicher löschen, wie geht das nun?

Einmal sinnbildlich gesprochen: Es wird nicht der Eimer (HDD) ausgegossen bis er leer ist. Nein, der Eimer wird 35 mal mit Wasser (Daten) gefüllt bis er wirklich voll ist und das ursprünglich darin gewesene Wasser soweit verdünnt ist, das man es nicht mehr analysieren kann.

Man kann es einerseits mit sogenannten Dummyfiles probieren und damit seine Festplatte anderweitig zumüllen. Dafür gibts wohl auch Programme.

Computerfreak hatte auch mal diesen Vorschlag: ...man überschreibt den gesamten freien Plattenplatz mit Müll

set q=1
echo abcdefghijklmnopqrstuvwxyz > %q%.txt
:x
set qa=%q%
set q=%q%1
if %q%==111111111 set q=1
type %qa%.txt >> %q%.txt
If Errorlevel==1 goto y
goto x
:y
set q=1
:z
del %q%.txt
set q=%q%1
If %q%==111111111 goto eof
goto z
:eof

Ich habe das nicht ausprobiert, aber vielleicht geht es ja.

Ein- oder zweimaliges Überschreiben lässt sich durch einen Fehlerfilter ausgleichen, und frühere Daten können wieder "zum Vorschein" gebracht werden (wohl recht teuere Variante). Dabei bedient man sich des physikalischen Effekts, dass die Nullen und Einsen auf der Festplatte durch analoge Magnetfelder dargestellt werden. Die elementaren Speicherbereiche für ein Bit sind dabei jedoch nie vollständig in eine Richtung magnetisiert.

Wird ein 0-Bit durch ein 1-Bit überschrieben, beträgt die resultierende Feldstärke dieses Bereichs beispielsweise nur 90 Prozent des Maximalwerts. Ein erneutes Überschreiben eines 1-Bits mit einem weiteren 1-Bit erhöht sie jedoch auf 99 Prozent. Im Normalbetrieb gleicht die Hardware der Festplatte diese Variationen aus, so dass man immer nur die zuletzt gespeicherte Information erhält.

Mit einer Mikroanalyse des analogen Datensignals kann man dadurch aber Rückschlüsse auf bereits überschriebene Datenwerte ziehen. Zeigt ein 1-Bit eine Feldstärke von 90 Prozent, war dort vorher eine logische 0 gespeichert. Liegt der Analogwert bei 99 Prozent, war eine 1 vor dem Überschreiben abgelegt.

Ihr seht also, es zwar technisch aufwendig aber, dass das bloße Überschreiben der Daten reicht noch nicht. Deshalb verwenden die gebräuchlichen Löschverfahren immer eine Kombination aus einem Datenwert und dessen Komplement, um das geschilderte Differenzverfahren unbrauchbar zu machen.

Spezielle Software zum sicheren Löschen

Der Markt hält eine Reihe spezieller Löschprogramme bereit, die das sichere Löschen von Daten ermöglichen. Hierbei werden spezielle Verfahren verwendet, die beispielsweise vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium oder auch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgeschlagen wurden.

Einer der bekanntesten Algorithmen ist der erweiterte NISPOM (US DoD 5220.22-M ECE), der ein siebenmaliges Überschreiben definiert. Hierbei werden abwechselnd Zufallswerte, vordefinierte Werte und deren Komplement geschrieben.

Aus heutiger Sicht gilt die von Peter Gutmann entwickelte Methode als die sicherste, bei der die Daten bis zu 35 Mal überschrieben werden. Dabei werden alle bekannten Bitmuster, die zur Speicherung auf der Festplatte verwendet werden können, nacheinander geschrieben und somit das analoge Signal derart verrauscht (verwässert), dass eine Rekonstruktion der Daten so gut wie unmöglich ist.

Merke: Auch hier steht so gut wie unmöglich. Je nachdem wie wichtig eine Datenrettung sein kann, kann es vielleicht schon noch möglich sein. Wer also zu 100 % sicher sein will, dass niemand an seine Daten ran kann und auch den Datenmüll den er erzeugt hat wirklich nicht mehr braucht, der sollte seine Festplatte mechanisch zerstören. Hier ist dem Einfallsreichtum des Einzelnen keine Grenze gesteckt und es kann sich jeder frei entfalten. (Beschränkungen bestehen dann höchstens aus Umweltrechtlicher und aus ethischer Sicht, da sogenannter Elektronikschrott übrig bleibt, der neuerdings zurückgegeben und recycled werden muss.)


Fazit:


Datensicherheit betrifft nicht nur den Schutz vor Angriffen von außen, sondern auch vor Angriffen nach der Ausmusterung des Datenträgers. Insbesondere Festplatten sind wahre Fundgruben für findige Datenschnüffler. Denn nur mittels spezieller Software lassen sich Daten sicher von der Festplatte löschen. Die Bordmittel der heutigen Betriebssysteme reichen hierfür nicht.

Vor allem Disketten und Wechselplatten sind auf Grund ihrer geringen Spurdichte ideale Opfer für die beschriebenen Rekonstruktionsverfahren. Ein gesondertes Problem sind defekte oder gestohlene Festplatten, weil diese sich nach einem Ausfall oder nach dem Diebstahl in der Regel nicht mehr benutzen lassen ;).

Darum sollten wichtige Daten immer sofort gründlich gelöscht werden, auch wenn es ein paar Sekunden länger dauert. Eine Software zum sicheren Löschen gehört genauso zur Standardausstattung eines sicheren PCs wie ein Virenscanner, eine gängige Firewall und ein Imageprogramm.

ocram1971

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14.06.2006, 07:25

Diagnosetools

Festplattenhersteller stellen oftmals interessante Tools auf Ihren Hompages bereit. Es lohnt sich sehr, sich dort zuerst schlau zu machen. Die kostenlosen Programme bieten eine Menge Features und lassen die meisten Partitionsprgrogramme alt aussehen.

Neben verschiedenen Prüfszenarien könnt Ihr Eure Platten formatieren, einfach und natürlich mit dem Low Level. Man kann die brandneue Platte ersteinrichten, den MBR sichern und zurücksetzen, partitionieren und einiges mehr.

Leider sind die Tools markenabhängig, d.h. Maxtor unterstützt nur Maxtorplatten usw. Es lohnt sich trotzdem sich die Tools zu besorgen, weil man meist nicht mehr als zwei Hersteller favorisiert. Es gibt sie als DOS-Variante und z.T. auch Windowsbased. Geschmachsache. Anwenderfreundlich sind sie jedenfalls. Ein Blick auf die Herstellerhompage lohnt immer.

Samsung

Powermax

Maxblast

Western Digital

Hitachi

Seagate

Fujitsu

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ocram1971« (29.07.2006, 13:41)


ocram1971

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14.06.2006, 07:26

Tools zur Datenrettung

Als erstes der Hinweis. Ich habe bei dem Bericht hier nicht versucht Kroll Ontrack oder O&O Konkurrenz zu machen. Die Jungs dort verstehen ganz sicher mehr als ich und ich habe auch nicht alle erhältlichen Programme gekauft um zu testen, ob nicht doch noch ein Datenschnitzel auf der HDD zu finden ist ;) Zweck war ja nicht die Datenrettung sondern das sichere Vernichten. Für das Recovering habe ich den PC-Inspector von Convar vewendet.


Easy Recovery von Ontrack

Testdisk Hier noch ein aus führliches How To zu Testdisk.

PC-Inspector von Convar

O&O Software O&O Unerase bei Stern-TV

Kleine Anmerkung: Vom O&O Unerase war ich etwas enttäuscht. Nach meiner Erfahrung kann man nur Dateien zurückholen, solange die Platte noch nicht herkömmlich formatiert ist. Und das ist eigentlich recht schwach für einen Datenretter.

ocram1971

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14.06.2006, 07:28

Tools zur Datenlöschung

Wie einleitend erwähnt läuft das sichere Löschen von Festplatten lediglich auf das vielfache Überschreiben des Magnetplättchen hinaus. Die sicherste Variante ist die von Peter Gutmann entwickelte mit 35fachen Überschreiben.

Prinzipiell muss man sich deshalb kurz Gedanken machen, wie wichtig einem das Löschen ist. Arbeitet man kontinuierlich mit den Löschprogrammen oder nur wenn man eh mal wieder das BS neu aufsetzt? Wer einen Ordner voller Bilder hat und diesen 35fach löschen will, wird feststellen, dass das ganz schön dauern kann.

Genauso mal eben eine 120 GB Platte völlig zu beräumen dauert eine halbe Computerewigkeit. Mit den Windowstools kann man während des Löschvorgangs den PC weiternutzen, das ist ok.

Entscheiden sollte sich auch jeder, ob es wirlklich die 35fache Vernichtung sein muss. Für den Normaluser reicht idR auch das Low Level oder das 7fache Überschreiben. Wer seine Platte jedoch in Verkehr bringt (warum auch immer) wählt selbstverständlich die höchste Stufe.

Jeder wird aus den nachfolgenden Kanditaten seinen eigenen Favoriten finden, je nachdem ob er lieber im DOS-Modus oder über seine Windowsplattform löschen will. (Es gibt sicher noch mehr Programme auf dem Markt - der Bericht erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)


Killdisk

Ein wirkungsvolles Programm, welches allerdings in der Freewareversion auch nur ein Low Level bietet. In der Vollversion kann man selbst die Anzahl der Durchläufe bestimmen. Hier der Vergleich.






CBL-Datenshredder

DOS bzw. Windowstool. Lässt jedoch einige Wünsche offen. Einfach zu bedienen, ohne Schnickschnack aber leider ohne besondere Werkzeuge. Das "benutzerdefinierte Löschen" ist allerdings sehr gut justierbar. Als Freeware eine Software, die im Werkzeugkasten keines Users fehlen sollte. Erläuterung hier

[IMG]http://217.110.237.70/tools/CBL 1.jpg[/IMG]


[IMG]http://217.110.237.70/tools/CBL 2.jpg[/IMG]




VS-Clean

maximal 7 Löschvorgänge. Recht kompliziert bei älterem BIOS und neueren Platten und teuer.


Eraser 5.7 (mein Favorit) Eraser 5.8

Ein Windowstools. Das Löschen ganzer Platten funktioniert im Gegensatz zur O&O Software problemlos. Bis zu 35fachen Überschreiben möglich und recht flott - dazu noch Freeware. Es können auch Tasks angelegt werden die zeitgesteuert bestimmte Daten löschen (z.B. Ordner mit Unterordnern oder nur die Files darin). Das alles ist sehr komfortabel über den Scheduler einzustellen. Wer eine Routine benötigt, um die lästigen Spuren des IE wirksam zu vernichten, kann das hier zur vollsten Zufriedenheit justieren. Man muss nur noch wissen wo sich der ganze Datenmüll verbirgt. Das löschen der Cluster-Tips übernimmt er genauso problemlos wie das Löschen des freien Speicherplatzes (Free Space Wiping bzw. Unused Disk Space - Es werden keine existierenden Dateien gelöscht, sondern lediglich die als frei markierten Bereiche auf der Festplatte überschrieben.). Nützliche Zusatzfunktion: Mit Eurer persönlichen Löschmethode bestimmt ihr selbst die Anzahl der Löschvorgänge nebst Verfahren.
Das Programm kann wahlweise direkt gestartet werden oder nistest sich bei Bedarf auch in das Explorerkontextmenü ein. Von dort aus ist es stets startklar.









Jetzt zur Software der Edelschmiede O&O:

Mit O&O Safeerase hat O&O ein Topprodukt am Markt, welches es abgespeckt als Stern-TV Variante gibt.

Letztere fällt durch den Test. Erstens weil das Löschen ganzer Platten nicht funktioniert, und zweitens weil die Stern-TV Version recht eingeschränkt ist. Die Bedienung erfolgt über das Explorerkontextmenü. Das Programm selbst lässt sich nicht starten. Über die Dialogbox kann man ausgewählte Files, den Papierkorb etc. bis zu 35fach überschreiben. Da kein benutzerdefiniertes Löschen möglich ist, bleibt die Stern-TV-Variante hinter dem CBL-Datenschredder zurück.





Mit der Vollversion (V2), die für knappe 30,00 € erhältlich ist, bietet sich aber dem gewissenhaften PC-Benutzer die volle Welt der Datenlöschung. Im Vergleich zum Eraser sticht die V2 mit der etwas angenehmeren Benutzeroberfläche heraus.

Freier Speicher kann ebenso gelöscht werden wie die Spuren die entstehen, wenn Dateien verschoben werden. (Beim Kopieren einer Datei auf eine andere Partition wird die alte Datei windowsmäßig nicht sicher gelöscht.) Mit "SafeMove" verschoben löscht O&O die alte Datei jedoch sicher. Nice für den ders braucht.



Mit "TotalErase" kann auch der gesamte Rechner (incl. BS-Partition) vollständig bereinigt werden. Das geht beim Eraser 5.7 nur, wenn man die Platte ausbaut und als Slave anklemmt, um über ein alternatives BS zu löschen. Voraussetzung für das "TotalErase" ist eine bestätigte Sicherheitsabfrage und ein Reboot des PC´s.


Fazit: Wer Disketten mag und seine Platte vollständig bügeln will kann mit den DOS-Programmen gut was anfangen. Ich plädiere für die Windowstools, die weit mehr zu bieten haben als nur eine Endreinigung.

Der Eraser 5.7 und Safeerase V2 sind die Topprogramme mit dem größten Funktionsumfang. Ich persönlich benutze den Eraser 5.7. Weil die Funktionen "TotalErase" und "SafeMove" keine 30,-- € wert sind, verleihe ich dem Ersaer 5.7 einen virtuellen Goldaward.